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BIP Beyond IP

Beschreibung

Besitzen zwei Kommunikationspartner einen direkten Zugang zu einem QoS fähigen Netz-werk (z.B. ATM), so können nach heutigem stand keine QoS Parameter gesetzt werden, wenn die TCP/IP Suite für den Datentransport genutzt wird. Aufgrund der Abstraktion aller unteren Schichten durch IP, kann nur ein best-effort Service angeboten werden, selbst wenn die Kommunikation nahtlos über ATM realisiert wird. Die Verwendung anderer Protokolle ist jedoch nur in Spezialfällen sinnvoll, wenn auf Kompatibilität zu den weltweit etablierten Protokollen der TCP/IP suite verzichtet werden kann.

Ziele

Ziel des Projektes ist die Realisierung von Transportdiensten, welche die am besten geeigneten Protokolle selbstständig auswählen. Die Dienste bieten den Applikationen eine für TCP/IP typische Schnittstelle an, so daß auch Standard-Anwendungen ohne modifikation hiervon profitieren können. Für neue multimedial Anwendungen wird eine Erweiterte Schnittstelle angeboten, welche die Definition eines QoS für die Kommunikation erlaubt. Die BIP Dienste bieten damit den Anwendungen in Abhängigkeit der Anforderung und der vorhandenen Netzwerk-Infrastruktur einen möglichst effizienten Netzzugang:

  1. ATM ist ende zu ende verfügbar
    • Neue multimediale Anwendungen können QoS Funktionalität nutzen und bei Bedarf zusätzliche Protokollbausteine anfordern (Retransmission, Verbindungsmanagement, flow control, ...).
    • TCP/IP basierte Standard-Anwendungen kommunizieren effizienter ohne TCP/IP, bei Bedarf kann für solche Anwendungen von "außen" zusätzlich ein QoS konfiguriert werden.

  2. ATM ist nicht ende zu ende verfügbar
    • Neue multimediale Anwendungen erhalten basierend auf TCP/IP einen best-effort Service.
    • Standard-Anwendungen nutzen den TCP/IP-Stack.

Abbildung 1: BIP Protokollstack

Sowohl neue multimediale Anwendungen als auch Standard-Anwendungen können so von ATM profitieren, alternativ aber auch ohne Modifikation auf TCP/IP aufsetzen.

Die BIP Dienste bestehen aus zwei wesentlichen Komponenten (Abbildung 1). Die BIP Library bietet den Applikationen eine Schnittstelle an, welche semantisch und syntaktisch kompatibel zu den systemeigenen Standardschnittstellen ist (z.B. Winsock oder BSD-Sockets). Weiterhin entscheidet die BIP Library, ob ATM ende zu ende verfügbar ist und welcher Protokolstack zum Einsatz kommt. Die Komponente generic protocols stellt Protokollbausteine bereit, die nur bei Bedarf zum Einsatz kommen. Diese Bausteine müssen lediglich auf den Endsystemen vorhanden sein und können in Form von "plug-ins" erweitert und ausgetauscht werden.

Investoren

Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation

Kontakt

Prof. Dr. Paul Müller
Raum: 34-312
Telefon: 0631/205-2263
E-Mail:

Dr.-Ing. Bernd Reuther
Raum: 32-344
Telefon: 0631/205-2161
E-Mail:

Fachbereiche Informatik
Fachbereich Informatik Universität Kaiserslautern